INTERIOR TRENDS & INSPIRATIONS

Die Decke wird zum Statement

8. Januar 2018

Es scheint so, als hätten wir den Kampf gegen die Raufasertapete an der Wand gewonnen. Schon seit vielen Jahren schmücken Palmentapeten und ausgewählte Wandfarbenkombinationen unsere Wände. Nun wird auch die Decke in den Fokus der kreativen Bemühungen gelegt. Der Blick geht nach oben. Ich zeige Euch die gelungensten Beispiele für kreative und effektive Deckengestaltung. Denn es sieht nicht nur schön aus, sondern verändert die Wirkung des Raumes enorm.

Sanfter Kontrast statt Weiß

Wir starten mit angezogener Handbremse ins Thema mit sanften Farbkontrasten und einfarbigen Decken. Trotzdem ist der visuelle Effekt deutlich sichtbar und durchaus interessant. Das erste Beispiel zeigt deutlich, wie die hellere Decke in Kombination mit der dunklen Wandfarbe den Raum nach oben hin öffnet. Die gewählte Farbkombination ist dabei sehr harmonisch. Ist die Deckenfarbe jedoch dunkler als die Wandfarbe, wird der Raum optisch verkleinert. Das macht es aber auch oft gemütlich, wie die weiteren Beispiele zeigen. Ein einfacher Farbanstrich ist auf jeden Fall die simpelste Veränderung im Raum.

Image: Jonas Ingerstedt

 

Image: Lauren Ann

In diesem Beispiel wurde die Holzdecke farbig abgesetzt, aber die Farbe wurde noch ein Stück nach unten gezogen, so entsteht ein Deckeleffekt. Die hellen Wände weiten den eh schon hohen Raum, da setzt die dunkle Decke einen willkommenen Effekt.

Image: INT2architecture

 

Ich finde diese Farbkombination aus blush und blau-grau sehr schön. Dieser verwinkelte, kleine Raum wurde so akzeptiert wie er ist. Im Gegenteil, die räumlichen Eigenarten wurden durch die Farben extra noch betont. Das schafft Orientierung.

Image: Philippe Garcia

 


Muster ziehen alle Blicke nach oben:

Die Mutigen unter Euch wollen vielleicht einen Schritt weiter gehen und geometrische Muster, Streifen oder Tapeten an die Decke bringen. Insbesondere wenn die Muster per Schablone aufgetragen werden müssen wie im ersten Beispiel, ist das eine mühevolle Angelegenheit, aber es lohnt sich total. Eins muss einem bewusst sein, die Decke wird dadurch zum absoluten Statement. Konkurrenz von unten sollte da vermieden werden, es sei denn man steht auf eklektische Inneneinrichtungen.

Image: La Belle Photographie

 

Die ehemalige J.Crew Chefin Jenna Lyons wusste schon vor zehn Jahren, dass Streifen an der Decke cool sind. Sie wünschte sich einen interessanten Ausblick aus der Babywiege für Ihren Sohn. Die mit Tafelfarbe bemalten Wände setzen einen effektiven Kontrast zu den sonnengelben Steifen.

Image: Melanie Acevedo

 

Wie wäre es mit fröhlich pastelligen Farben, die an Palm Springs oder Miami erinnern? Tipp: achtet darauf, in welcher Richtung Ihr die Streifen anbringen wollt, denn das beeinflusst die optische Wirkung im Raum. Entweder streckt es den Raum oder staucht den Raum.

Image: Alcro

Diese Wolkentapete mit Schwalben passt wie die Faust aufs Auge und ist wie ein Blick in den Abendhimmel. Aber auch andere Tapeten mit regelmäßigen Mustern haben eine tolle Wirkung.

Image: Brittany Ambridge


Starke Kontraste durch Mut zur Farbe

Diese Deckengestaltungen garantieren Drama, aber im positiven Sinne, denn sie lassen sich nicht ignorieren. Im ersten Beispiel wird das kräftige Grün als einziger Farbklecks im Raum eingesetzt. Der matte Grünton passt sehr gut zu den Beigetönen und dem dunklem Holzboden. Dadurch, dass alle anderen Elemente im Raum sehr schlicht sind, wird der interessanten Deckengestaltung die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdient.

Image: Welke.nl

In diesem Beispiel wurde die Deckengestaltung Teil eines Konzeptes den Raum zu unterteilen. Der pinke Farbton findet sich sowohl an der Wand und im Teppich als auch im Kronleuchter wieder. Auch hier ist der Rest des Schlafzimmers sehr schlicht gehalten und der Fokus liegt ganz klar auf dem pinken Streifen.

Image: Art Grey

Eine weitere Variante, die Decke mit in das Designkonzepts des Raumes einzubeziehen: Wände und Decke werden in demselben Farbton gestrichen. Bei dunklen Tönen sollte man auf ausreichend vorhandene, natürliche Lichtquellen achten. Seht Ihr wie die Möbel und Dekoelemente fast leuchten? Der Raum wirkt wie eine Bühne.

Image: David Cleveland


Optische Effekte erzeugen durch Farbe

Jenachdem, wie und welche Farbe eingesetzt wird, entstehen oft gewollte optische Effekte. So kann sie zum Beispiel den Raum gemütlicher machen, den Raum parzellieren oder ihn dramatischer gestalten. Die etwas nach unten gezogene graue Decke im ersten Beispiel lässt den Raum niedriger erscheinen und dadurch gemütlicher wirken. Die weiße schlichte Lampe erhält vor dem grauen Hintergrund nun eine ganz neue Wirkung. Sie wäre bei einer weißen Decke komplett untergegangen. Die Decke wirkt durch die dunkle Farbe und den Anstrich wie ein Deckel. Achtung: die Deckenhöhe sollte schon stattliche Altbauhöhe haben, sonst verwandelt man den Raum in eine Höhle (es sei denn, das ist gewünscht!).

 

Die grüne Farbe an Decke und Wänden unterteil den Raum und erschafft optisch eine Nische für das Hochbett. Ich finde diese Idee sehr schön und auch eigentlich so simpel.

Image: Lago

Das italienische Innenarchitekten Duo Dimore Studio beweist mit dieser Raumgestaltung seine Vorliebe für den großen Auftritt. Eigentlich ist die dunkle Farbe viel zu weit nach unten gezogen und verkleinert den Raum. Aber trotzdem wirkt es in Kombination mit dem hellen Grün und dem Musterteppich stimmig und interessant. Dimore Studio setzt oft neue und mutige Maßstäbe und kombiniert gerne auf den ersten Blick ungeeignete Farben und Materialien miteinander. Das Ergebnis überzeugt aber immer.

Image: Simone Fiorini

Fall Ihr gerne noch weitere Beispiele für kreative Wand- und Deckengestaltung hättet, dann besucht mein Pinterest Board

 

>> WALLS / WÄNDE <<

 

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