Home Tour: Die zauberhafte Ranch der Ellen DeGeneres

17. Dezember 2015

Ellen DeGeneres kann nicht nur lustig, sondern auch schön. Ihr größtes Hobby ist tatsächlich Umziehen und neue Anwesen renovieren. Diese Ranch jedoch besitzt sie schon ganze sechs Jahre. Das Verfallsdatum ist also fast erreicht, hätte da nicht ihre Frau, Portia de Rossi, ein Wörtchen mitzureden. Denn auf der fantastischen Ranch nördlich von Los Angeles betreibt sie ihr größtes Hobby – Reiten.

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Eigentlich sollte die Entertainerin mindestens fünf Jahre mit den Renovierungsarbeiten an der Ranch in den Santa Monica Mountains nördlich von Los Angeles zugange sein, so wollte es ihre Frau, Schauspielerin Portia de Rossi (Ally McBeal jemand?). Aber nach nicht einmal einem Jahr war alles schon erledigt. Und wie. In Zusammenarbeit mit Interior Designer Cliff Fong und Jay Holman (Beide muss man nicht kennen, aber ich erwähne sie gerne. Sie haben es echt drauf), wurde die Ranch in ein Schmuckstück verwandelt. Das Hauptgebäude wurde abgerissen, aber diverse Stallungen, Scheunen und acht Cabins wurden renoviert. Ellen und Portia (ich nenne sie jetzt ganz unkonventionell beim Vornamen. Sie mögen es mir verzeihen) verbringen ihre Nächte übrigens immer in einer anderen Cabin. Eventuell stimmungsabhängig.

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Das ist die ganz weiße „Kunst Scheune“, dass Unterhaltungszentrum der Ranch.  Der Tisch ist sehr alt: über 400 Jahre. Und stammt aus Schweden.

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Jede der acht Hütten auf dem Grundstück soll eine eigene Stimmung erzeugen. Zum Beispiel ist Hütte Nr. 6 eher belgisch, oder Hütte Nr. 8 eher zeitgenössisch.

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Diese ganzen Gebäude zu füllen, dürfte für Ellen kein Problem darstellen. In einem anderen Interview mit ihr habe ich erstaunt gelesen, dass sie gerne spontane Wochenendausflüge nach Frankreich unternimmt, um dort mit einer Horde an Assistenten die Flohmärkte abzugrasen. Und jetzt designt sie auch noch. Auf ihrer just in diesem Jahr gelaunchten Seite EdbyEllen.com kann man Kleidung, Accessoires und Home Decor ihrer Lifestylemarke „Ed“ erstehen, die sie übrigens zusammen mit Tory Burch gründete. Zudem kann man acht (!) ihrer bisherigen Häuser in ihrem im Oktober 2015 erschienenen Buch „Home“ anschauen.

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Die Küche im „Art Barn“. Wem die Farbe zusagt, der sollte sich „All White“ von Farrow & Ball zulegen, denn das wurde hier verwendet.

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Ellen hat eine ziemlich einleuchtende Design Philosophie: „When I’m in a room, I want everything I’m looking at to make me happy“. Wenn ich in einem Zimmer bin, dann soll jedes Teil, dass ich anschaue mich glücklich machen. Super, oder!  Was sie alles in der Küche von Hütte Nr. 6 glücklich macht, sieht man oben. Dort würde ich liebend gerne frühstücken.

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Das zweite Herzstück und Gegenpart zur weißen „Kunst-Scheune“ ist die dunkle „Romantik-Scheune“ (oben und unten). Den Namen hat sie sich wohl verdient, nachdem das Paar ihren ersten Hochzeitstag dort gefeiert haben. Das abgebildete Kunstwerk ist das Geschenk von Ellen an Portia. Links: Mr. Egg Chair von Arne Jacobsen.

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Ich bin ein Ellen-Fan. Wirklich. Ich finde sie ausgesprochen witzig und unterhaltsam und habe immer gerne ihre Sendung (The Ellen DeGeneres Show) gesehen. Ganz ehrlich, ich hätte ihr jetzt nicht unbedingt zugetraut, dass sie sich so sehr für Antiquitäten und Interior Design interessiert, bzw. selbst designt. Ihr Einrichtungsgeschmack gefällt mir sehr gut. Er ist stilsicher, unaufdringlich und einladend.

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Hieran erkennt man, dass die Besitzer der Ranch entweder zu viel Geld haben oder einen leichten, aber sympathischen Knall. Die rechte Box bekommt das Pferd, die linke Box der Reiter zum verweilen. So ungefähr. Ellen DeGeneres hat sich tatsächlich eine Box hübsch gemacht und gefüllt mit französischen Antiquitäten.

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Laut DeGeneres sollte der Look der Ranch durchaus ländlichen Charme haben, aber gepaart mit entspannter Kultiviertheit. Mir gefällt das Ergebnis sehr gut. Man erkennt, dass jedes einzelne Stück mit Sorgfalt gewählt wurde und seine eigene Geschichte mitbringt. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Auch für dieses Wohnzimmer der „Hütte Nr. 6“ wurden bestimmt zahlreiche Antiquitätenläden und Auktionen besucht um das 1960 Illum Wikkelso Sofa, den 1965 Ib Kofod-Larsen Sessel und den schwedischen Sekretär aus dem 18. Jahrhundert zu finden.

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Aber auf einer Ranch spielt sich das Leben dann doch meistens draußen ab.

 

 

 

Die Reportage ist erschienen in der US-Ausgabe der Elle Decor.

Photography by William Abranowicz

 

 

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