DIY – Der Pendleton Klavierhocker

4. März 2015
Waldfrieden State DIY Project Pendelton Stool

Meine Großtante vermachte mir ein wunderschönes Klavier. Sie fuhr mich als Kind jede Woche zum Klavierunterricht und dachte wohl, ihr Schätzchen wäre bei mir in guten Händen. Ist es auch. Von innen allerdings kein Prachtstück, wie mir ein Klavierstimmer einmal eröffnete, ist das Klavier von außen mit den 4 Messing Kerzenhaltern  und schönen Schnitzereien  doch eine wahre Schönheit. Das Klavier kam nicht allein. Es brachte den hässlichsten Klavierhocker der Welt mit. Das Holz zerkratzt und mit Teer verklebt (wie kam das denn bitte auf den Hocker?), die Polsterung nicht mehr oder noch nie vorhanden (Aua!), der Polsterstoff zerrisssen. Nach fast 15 Jahren in meinem Besitzt, war es an der Zeit dem Hocker eine zweite Chance zu geben. Meine Mission: hässliches Entlein wird Hocker-Schwan.

Beim Anblick meines Klaviers und des Wohnzimmers war schnell klar: Der Hocker braucht einen dunklen Anstrich, der Stoff sollte Braun/Beige/Grau enthalten, gemustert und rustikal sein. Der Stoff fiel meinem Mann wie zufällig vom eBay-Himmel in den Schoß. Er hat immer einen Suchauftrag für seine Lieblingsmarke „Pendleton“ laufen und diesen schönen Pendleton Wollstoff hat er in den USA ersteigert. Über Pendleton gibt es massig zu berichten. Ein ausführlicher Post dazu folgt.

So sah der Hocker vorher aus. Bei diesem Anblick versteht Ihr mein harsches Urteil.

 

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 Der Wollstoff von Pendelton entspricht meiner Wunschvorstellung. Die Farben stimmen, das Native American Muster ist super. Dazu passt der Farbton „Down Pipe“ von Farrow&Ball:

 

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Pendelton Stoff

 

Dank der kompetenten Hilfe von Frau Scharbatke, Raumausstatterin und Polsterin aus Duisburg, und meines Tatendrangs beim Schleifen und Streichen des Hockers, wurde er endlich ein würdiges Beiwerk zum Klavier.

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Die Kante habe ich bewusst so belassen wie sie war. Die einzige Erinnerung daran, dass dieser Hocker so ca. 70 Jahre alt ist. Es hat sich wirklich gelohnt. Der Materialeinsatz belief sich auf unter 100 Euro, der Zeitaufwand auf weniger als 5 Stunden. Wie findet Ihr das Ergebnis?

Jetzt habe ich keine Ausrede mehr, mich nicht ans Klavier zu setzen.

PS: Falls Ihr mal etwas aufbessern möchtet, kann ich Euch Frau Scharbatke nur ans Herz legen.

 

 

 

 

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