Alle Teller an der Wand: Inspirationen & Tipps für die perfekte Tellerwand

30. Januar 2017

Meine Tellerwand entstand eher aus der Not heraus. Unsere klitzekleine Tellersammlung, die regelmäßig wie von Zauberhand mit Zufallsflohmarktfunden ergänzt wird, stapelte sich uninspiriert im Schrank.  Und dann war da noch das einzige unbesetzte Fleckchen weißer Wand – zu schmal für ein Bild und zu groß, um es zu ignorieren.  Und so kamen die Beiden zu einander. Die Tellerwand wird regelmäßig ergänzt und verändert, und wird somit nie langweilig. Wie das geht und besonders gelungene Beispiele zeige ich Euch hier…

MEINE TELLERWAND

Vorweg: Das ist meine Tellerwand. Ein Mix aus alten und neuen Tellern, Flohmarktfunde und Erbstücken, und Mitbringsel aus fernen Ländern. Mein Mann hat auch einen Teller dazu beigesteuert. Ihr erkennt bestimmt sofort, um welchen Teller es sich handelt. Die Anordnung der Teller entspricht eher KEINER Ordnung. Und das ist auch gut so. Zu symmetrisch sollte es nicht sein. Es sei denn, ihr leidet unter Symmetriesucht (das gibt es). Dann müsst Ihr wohl den Zollstock rausholen.

Was dieses Arrangement so harmonisch macht? Kein Teller schlägt so wirklich aus der Art (OK, nur der eine ihr wisst schon). Die Größen wechseln sich ab und Blau kommt in fast jedem Teller mehr oder weniger vor. Weitere Beispiele für gelungene Tellerwände findet Ihr unten.

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DIE WEISSE TELLERWAND

Eine monochrome Tellerwand wirkt nicht eintönig wenn unterschiedliche Tellerformate genommen werden. Auf einer weißen Wand verschwinden die Teller fast, wäre da nicht der Kontrast vom Glanz des Porzellans und der matten Wand. Der Effekt der monochromen Tellerwand ist noch stärker, wenn sie auf einer farbigen Wand platziert wird.

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Quelle: Theinspiredroom.net

DIE TELLER – THEMENWAND

Der perfekte Platz für eine Tellerwand ist die Wohnküche. Die kitschigen Sammelteller sind der ironische Gegenpunkt zu der modernen und schlichten Küche. Eine Teller-Themenwand ersetzt den Setzkasten und kann süchtig machen.

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Britt Gudd von Britta Bloggt hatte eine besonders schöne Tellerwandidee. Es sieht so aus, als würden die Teller frei auf der Wand schweben. Die Aufhängung folgt wirklich gar keinen Regeln und das finde ich sympathisch. Es bedarf auch nicht einer riesigen Sammlung bevor man loslegt. Schon diese fünf Teller sehen toll aus. Die gedeckten Töne der Teller harmonieren sehr schön mit der rauchigen Wandfarbe.

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Ein Beispiel für eine doppelte Themen-Tellerwand: Blau und Marokko. Zum Glück sind alle Teller blau; eine Doppeldosis von bunt und Muster würde das Auge nur schwer verkraften.

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NO-GO TELLERWAND

Es gibt auch einige Beispiele von Tellerwänden, mit denen ich mich schwer getan habe. Ich glaube auch wirklich, dass diese Art nichts für den Raum tun. Das linke Beispiel hat eigentlich einen guten Ansatz. Weiße Teller wirken sofort kultiviert, aber diese Masse zusammengequetscht auf einen Haufen erschlägt mich. Nun gut, betrachtet man es als Kunst und/oder Statement, dann könnte es funktionieren. Das andere nicht so gelungene Beispiel ist einfach alles: zu symmetrisch, zu brav und zu gestellt.

FÜNF TIPPS FÜR DIE PERFEKTE TELLERWAND

Falls Ihr kein Naturtalent im vertikalen Platzieren von Tellern an der Wand seid und eher befürchtet, die Wand mit hunderten von Nägeln zu übersähen bevor auch nur ein Teller wirklich hängt, dann habe ich hier ein paar Tipps für Euch.

  1. Entspannt Euch. Eine super ordentliche Tellerwand ist nicht grad sympathisch. Im Gegenteil. Außerdem sind Teller naturgemäß meist rund und daher kommt es nicht auf den rechten Winkel drauf an.
  2. Die Mischung macht es. Kombiniert kleinere mit größeren Formaten.
  3. Der Teller sollte an der Wand bleiben. Achtet also auf die korrekte Aufhängung. Ich verwende immer selbstklebende Wandhaken aus dem Baumarkt. Extra für Teller gibt es zudem Plate Hanger von Disc und Design Letters Plate Hanger (beider über Amazon).
  4. Traut Ihr Euch nicht zu, die Teller direkt an der Wand anzubringen, dann kann man erst Mal die Teller auf dem Boden arrangieren. Dazu ein Stück Packpapier in der Größe der anvisierten Wandfläche auf den Boden legen und dort das Tellerarrangement „üben“. Die perfekte Lösung gefunden? Dann die Tellerform aufs Blatt übertragen. Kleiner Tipp: bitte ein wenig Platz zwischen Decke und dem obersten Teller belassen. Auch die Teller untereinander nicht zu eng platzieren. Die Skizze wieder an der Wand anbringen und die Platzierung übertragen.
  5. Ich habe nicht gesagt, dass es einfach ist. Nur schön und günstig, sofern Ihr nicht Meissener Porzellan verwendet.

DREI SHOPPING TIPPS

Und wo bekommt man schöne Teller? Hier DREI Vorschläge.

EINS Anthropologie hat massig Auswahl an außergewöhnlichen Tellern. Manche witzig, manche bunt, manche schlicht. Mein Favorit sind die Calligrapher Teller.

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ZWEI Flohmarkt. Flohmark. Flohmarkt. Sofern es kein begehrtes Markenporzellan ist, bekommt man die Teller fast schon hinterhergeschmissen. Sucht Ihr etwas bestimmtes ist eBay der richtige Ort für Euch.

DREI Etsy. Hier findet man besonders schöne Vintagestücke oder neue handgemachte Einzelstücke. Aber bei der Auswahl verliert man schnell den Überblick, daher für die Recherche ein bisschen Zeit einplanen Diese alten Teller von FinnishTreasures sind für sich schon eine gelungene Sammlung.

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Ansonsten schaut doch mal in Euren Schrank! Es ist ja nicht so, als hättet Ihr nicht alle Teller im Schrank. (Der musst sein) Abschließend kann ich nur sagen: der Teller kommt zu Euch. Lasst ein wenig Platz übrig für Ergänzungen. Falls Ihr schon eine Tellerwand zu Hause habt, würde ich liebend gerne ein Foto davon sehen.

Weitere Inspirationen findet Ihr auf meinem Pinterest Board:

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2 Comments

  • Reply Linda 24. April 2017 at 13:17

    Hallo, ich bin grad über Instagram über deinen Post gestolpert. Teller habe ich schon und sie wollen jetzt endlich raus aus dem Schrank an die Wand. Da wir in einem fachwerkhaus wohnen, wären klebbare Wandhaken DIE Lösung. Hast du einen konkreten Tipp? Oder sind das die Aufhänger, die du an die Teller klebst? Danke schon mal und liebe Grüße Linda

    • Reply Waldfrieden1910 24. April 2017 at 13:21

      Hallo Linda, ich verwende in der Tat die selbstklebenden Tellerwandhaken und das funktioniert ganz gut.

      Viele Grüße,
      Eva

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