Traumküche gefunden in Berlin

Auf Reisen wohne ich gerne in Ferienwohnungen oder Häuser. Mit drei Kindern und Hund kann man so unnötig stressige Situationen in Hotels vermeiden, außerdem befriedige ich damit meine Neugierde. Und zwar geht es mir dabei nicht um das Lüften von Geheimnissen meiner Vermieter, sondern ich interessiere mich brennend dafür, wie andere Leute so wohnen, und ob ich innenarchitektonisch etwas von ihnen lernen kann. Also buche ich Ferienunterkünfte oft unter rein beruflichen Aspekten. So auch bei unserem letzten Besuch in Berlin. Diese Wohnung war jetzt für drei Kinder nicht so unbedingt geeignet, aber die Küche! Tja, die Küche ist ein Traum. Also habe ich diese Küche studiert und den Besitzer Julius glatt sofort zum Interview gebeten.

 

„Julius, tolle Küche!“

 

Wie enstand die Idee zu dem Küchendesign? Habt Ihr Euch professionelle Designhilfe geholt, oder die Küche selbst entworfen?
 
Der Ursprung zur Idee entstand dadurch die ehemalige Küche aus dem kleinen Raum zu befreien und eine grosses Ess- und Küchenzimmer zu kreiren. Die Küche wurde von uns und in Zusammenarbeit mit unserem engen Freund und Architekten (Instagram lus_constantin) entworfen.
 
Gab es Inspirationen für das Küchendesign?
 
Natürlich gab es ganz viel Inspirationsmaterial an Materialien, Design, Volumen etc. 
 
 
Die Küche steht auf einem Podest. Dadurch hat man einen guten Überblick über den großen Raum. Was seid Ihr auf die Idee gekommen, eine Podest zu bauen?
 
Die Idee für’s Podest ist erst aus rein technischen Gründen (keine Wasserleitungen) entstanden. Wir haben dann versucht verschiedene Ebenen zu schaffen. Die Küche sollte optisch einen schwebenden Zustand zeigen. Genauso wurde auch die Abzugshaube schwebend darüber gehängt. Dem Küchenblock wurde dadurch eine Art Barcharakter verliehen.
 
Welche Materialien habt Ihr für die Küche gewählt und insbesondere welchen Stein habt Ihr für die Arbeitsplatte gewählt?
 
Die Küchenplatte ist aus portugiesischem Marmor, die Fronten auf der Arbeitsseite aus Edelstahl und die Vorderseite und Schubladen aus Multiplex weiss lasiert.
 
Der helle Naturstein ist sehr empfindlich. Ward Ihr Euch dessen bewusst, oder stört es Euch nicht, den Stein behutsam zu behandeln. Der Hintergrund zu dieser Frage ist, dass viele Leute für Naturstein zurückschrecken, weil er so empfindlich ist. 
 
Wir waren uns sehr wohl bewusst wie empfindlich der Marmor ist. Wir haben mehrere Proben gemacht mit Zitronensäure, Essig und Rotwein. Alle Proben haben den Stein leicht angegriffen, im Gegensatz zu anderen Steinen wie Granit etc. Dennoch wollten wir die Hände nicht davon lassen. Bei uns kommen Schneidebretter oft zum Einsatz. Das war eine kleine Umgewöhnung, welche uns aber auf alle Fälle wert war.
 
 
Was war Euch bei der Planung der Küche sehr wichtig?
 
Zentral für uns war das Thema Essen, Kochen und Wohnen zusammenzufügen. Einen grossen Raum zu schaffen, wo es auch möglich ist gleichzeitig an seinem Rechner zu arbeiten, Freunde zu empangen oder mit unserer Kleinen zu spielen.
 
 
Habt Ihr Tipps für die Küchenplanung? Würdet Ihr die Küche wieder genau so planen?
 
Spontanität. Offen zu sein für kurzfristige Änderungen.Bei uns war keines der Materialien von Anfang an fest. Sobald die Ausmasse einmal fest standen, haben wir uns peu à peu ran getastet. Dazu bedarf es natürlich auf flexibler Handwerker. 
Ja, wir würden es genau so planen.
 
 
Eure gesamte Wohnungseinrichtung ist eher minimalistisch. Seid Ihr Fans von „Less is more“ Prinzip?
 
Auf jeden Fall. „Less is more“ gibt Platz in jeder Hinsicht. Raum für Kreativität, Raum für die Seele, Raum zum Wohnen. Allerdings benötigt dies umso mehr Planung für Stauraum, was nicht immer leicht ist. 🙂
Vielen Dank, Julius!

 

Merken

 

 

Merken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply