Winterkränze binden für Weihnachten.

Weihnachtskränze selbst binden ist eine dieser Weihnachtstraditionen, ohne die Weihnachten kein Weihnachten ist. Vergleichbar mit „den ersten Spekulatius am  1. Dezember essen“ oder „Love Actually beim Geschenke verpacken laufen lassen“ oder „vom 01. bis zum 26. Dezember nur Weihnachtsmusik laufen lassen“. Als Kind habe ich meine Patentante und meine Mutter jedes Jahr beim Kränze binden erst beobachtet, irgendwann durfte ich dann mitmachen. Diese Woche nun kam meine Mutter in den Waldfrieden und wir zwei haben drei wunderschöne Kränze gebunden, die ich Euch zeigen muss. Sie sind uns wirklich gut gelungen und hoffentlich inspirieren sie Euch dazu, den Ilex im Vorgarten zu stutzen und daraus einen Kranz zu binden. Aua! Das Wichtigste dabei: einen guten Anfang finden…

 Vorbereitungen

Weihnachtskränze binden ist selten eine spontane Aktion, denn es bedarf so einiger Vorbereitungen. Folgende Dinge sind unerlässlich, oder wenigstens äußerst sinnvoll:

  • Ein Messingring oder Strohring. Ich verwende Messingringe, zum Beispiel von Madam Stoltz über Mill Living.
  • Bindedraht, aber nicht zu dünn, sonst reißt er.
  • Eine gute Gartenschere
  • Kordel zum Aufhängen
  • eine positive Einstellung. „Ich kann alles schaffen!“

Und selbstverständlich das nötige Grünzeug. Die Auswahl ist dabei natürlich Geschmacksache. Mein diesjähriges Sortiment entstammt von drei unterschiedlichen Quellen. Da wäre die umfangreiche Lieferung von Blumige.de  (wie schon im letzten Jahr, siehe hier) bestehend aus Eukalyptus, Kiefer, Tanne, Olivenzweige und Leucadendron. Die Ware kam total frisch zum Wunschtermin ins Haus (nein, dieser Beitrag wird nicht gesponsert). Hagebutten, Ilex und einiges an Nadelgewächs habe ich aus unserem Garten geholt. Schließlich dann noch einige weiße und rote Akzente wie Wachsblume im Blumenladen gefunden. Es ist übrigens eine Mär zu glauben, man müsste lange Zweige abschneiden, denn fürs Binden werden die Zweige eh noch einmal klein geschnitten.

 

Den Anfang finden:

Momentan liegen nur teilweise gebundene Kränze sehr im Trend und ich finde diese Art auch besonders schön in Kombination mit Metallringen. Möchte man einen symmetrischen Kranz kreieren, so ist es wichtig, zunächst auf einer Seite anzufangen und bis zur gewählten Mitte zu binden, und dann die gespiegelt Seite „nachzubinden“, bis sich beide Seiten in der Mitte treffen. Dort kann man dann durch einen mittig gesteckten Akzent einen schönen Abschluss finden. Man kann auch mit der Heissklebepistole etwas mittig auf die Stelle kleben.

Doch wie findet man den richtigen Anfang? Je nachdem wie voluminös der Kranz werden soll, nimmt man sich entsprechend lange Zweige und bindet den ersten „kleinen Strauss“ zunächst mit Draht zusammen und dann um den Messingring. Nun setzt man Stück für Stück weitere Zweige von vorne oder hinten dazu, die man jeweils mit Draht fest um den Ring befestigt. Dabei sollte man immer im Auge haben, den darunter liegenden Draht zu überdecken. Am Besten drückt man mit der einen Hand die neuen Zweige auf den Ring und mit der anderen Hand wickelt man den Draht von hinten nach vorne um die Zweige.

Es gehört dazu, auch mal ein Stück des Kranzes wieder loszubinden, weil das Ergebnis nicht gefällt oder die Symmetrie nicht stimmt. Fehlen am Schluss jedoch an der ein oder anderen Stelle noch Akzente, so kann man später immer noch Sachen dazwischen stecken, indem man sie einfach dazwischenfummelt oder das Mini-Gebinde unten mit Draht umwickelt und dann das Drahtendstück in den fertigen Kranz steckt.

 

 

Das Ergebnis

Drei Weihnachtskränze und drei Stunden später sind wir fertig und zufrieden. Der erste Kranz schmückt nun meinen holzvertäfelten Flur. Er ist hellgrün mit silbrig-grünen und rosa-roten Akzenten.

 

Der zweite Kranz begrüßt jetzt Gäste an der Haustüre von Freunden.

Und der dritte Kranz tut dasselbe an unserer Eingangstür. Er ist etwas dichter gebunden mit kräftig-roten Akzenten wie Ilex und Hagebutte, passend zu den Farben von Waldfrieden.

 

Der Adventskranz, der keiner ist …

Und weil ich mich bei der Bestellung der Pflanzen bei Blumigo verkalkuliert habe und dann viel zu viel Eukalyptus, Olive und Tannengrün übrig hatte, haben wir spontan noch den Adventskranz, der keiner ist, gesteckt. Er besteht aus einem Messingtablett und vier Kerzenständern aus grünem Marmor. Das Tablett haben wir dann bestückt mit den Pflanzenresten, Tannenzapfen, Nüssen und nur zwei Kugeln. Etwas sehr ähnliches habe ich im letzten Jahr schon gemacht. Für Interessierte gibt es den Blogpost hier.

 

Ich hoffe, ich konnte Euch zum Weihnachtskränze binden inspirieren. Es ist einfacher, als man denkt und macht sehr viel Spaß. Selbstgemachte Weihnachtsdekoration ist ohnehin am Schönsten, und perfekt muss nichts sein. Hauptsache es gefällt. Falls Ihr Euch noch ein bisschen inspirieren wollt, schaut auch auf mein Pinterest Board: >> Christmas / Weihnachten <<

… und vielen Dank, Mama!

 

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1 Comment

  • Reply Ines Kuckuck 25. November 2018 at 13:28

    Da bekommt man richtig Lust selber loszulegen – vielleicht nächtes Jahr – für dieses steht die Deko.
    Liebe Grüße, Ines 🌲⚜️

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